AFRIKA/BURKINA FASO - Bischöfe zu bevorstehenden Wahlen: “Meinungsveschiedenheiten müssen als Bereicherung verstanden werden”

Montag, 9 November 2020 wahlen   gewalt     bischöfe  

Ouagadougou (Fides) - "Wir arbeiten daran, Burkina Faso, wirklich zu einem Land der aufrechten Bürger und zu einer vereinten Nation zu machen: Unsere Geschichte stellt unter Beweis, dass es unserem Volk immer gelungen ist kulturelle, ethnische oder religiöse Unterschiede, die für unsere Bürger charakteristisch sind, zu in den Augen der Welt zu einer Quelle des Reichtums und ein Beispiel für Zusammenhalt zu machen“, so die Bischöfe von Burkina Faso in ihrer Botschaft mit Blick auf die Präsidentschafts- und Parlamentswahlen am 22. November.
„Meinungsverschiedenheiten in der Politik müssen auch Bereicherung sein und dürfen keine Quelle der Spaltung oder Mittel zur Manipulation der Meinung oder Ansporn zur Aufruhr sein“, so die Bischöfe weiter. „Anstatt die schwierigen Zeiten, in denen wir uns befinden, als Möglichkeiten zu sehen, den größtmöglichen Nutzen für sich selbst oder die eigene Partei zu erzielen, muss jeder Bürger in das Gemeinwohl investieren und stolz darauf sein, für das Wohl aller, für die Ehre des Vaterlandes zu arbeiten".
Burkina Faso sieht sich zum einen mit den Auswirkungen der Covid-19-Pandemie konfrontiert und leidet gleichzeitig unter der Instabilität, die von bewaffneten dschihadistischen Gruppen in verschiedenen Gebieten verursacht wird. "Umgeben von allen Seiten von der Hydra des Terrorismus“, beklagen die Bischöfe, „zählen wir weiterhin unsere Toten und sehen wie Hunderte und Tausende unserer Landsleute, vertrieben, verfolgt, enteignet und gezwungen werden, ihre Heimat zu verlassen."
"In diesem von der Covid-19-Pandemie verschärften Kontext der Unsicherheit“, danken die Bischöfe den Mitarbeitern des Gesundheitswesens und verstehen sich als „Stimme der Bischöfe von Burkina Faso eine Stimme des Vertrauens und der Hoffnung sein am Vorabend der Wahlen“. Die Bischöfe schließen mit der Bitte um das Gebet „damit Gott diese Wahlen begleitet".
Insgesamt 13 Kandidaten bewerben sich um das Präsidentenamt, während 10.652 Bewerber für einen Sitz im Parlament kandidieren. Der scheidende Präsident Roch Marc Christian Kaboré, der seit 2015 an der Macht ist, bewirbt sich um eine zweite Amtszeit.
(L.M.) (Fides 9/11/2020)


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