AFRIKA/UGANDA - Weltmissionssonntag 2020: “Das Evangelium ist ein Geschenk, das wir mit anderen teilen wollen”

Dienstag, 29 September 2020 weltmissionssonntag     mission   missionarische Öffentlichkeitsarbeit   päpstliche missionswerke   evangelisierung  

Kampala (Fides) - „Als Christen und Nachfolger Jesu, muss unser Lebensstil unseren Glauben widerspiegeln. Dazu müssen wir uns sorgfältig befragen, wer wir sind und wofür wir leben. Wir sind nicht allein: Christus ist der stille Zuhörer jeder Bekehrung und klopft immer an die Pforte unserer Herzen und wartet darauf, einzutreten und bei uns wohnen zu können. Die Päpstlichen Missionswerke in Uganda begleiten die Gläubigen, damit sie als Brüder und Schwestern leben und wachsen, die die Güte, die Barmherzigkeit und die Liebe Gottes bekannt machen“, so Pfarrer Pontian Kaweesa, Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke in Uganda, zu den Vorbereitungen der Ortskirche im Hinblick auf den Monat der Weltmission im Oktober 2020, in dem sich Katholiken aus aller Welt anlässlich des Weltmissionssonntags gemeinsam der Förderung der Missionsarbeit der Kirche widmen.
„Seit letzter Woche“, so Pfarrer Pontian, „hat die ugandische Regierung die Beschränkungen, die zur Bekämpfung der Corona-Epidemie auch für Kirchen und Kultstätten verhängt wurden, gelockert. Nach sieben Monaten können die Kirchen endlich wieder für Gebete und öffentliche Gottesdienste geöffnet werden, wobei bis zu 70 Personen zugelassen sind“. Während des Lockdowns, so der Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke, „haben wir alle Getauften ermutigt, gemeinsam in ihren Familien zu beten: Die Kirche ging sozusagen zu ihren Kindern, in ihren Häusern und ihren Familien. Das Wort Gottes wurde von Katecheten, engagierten Laien und Priestern gepredigt, die Häuser und kleine christliche Gemeinschaften besuchten“. Die Kinder, fährt er fort, „wurden auf die Erstkommunion und die Sakramente der Buße vorbereitet. Die Sakramente der Taufe, der Eucharistie und der Ehe wurden ebenfalls nach den in diesen Fällen geltenden Bestimmungen gefeiert. Wir danken dem Heiligen Vater auch für die Einrichtung eines speziellen Covid-19-Nothilfefonds bei den Päpstlichen Missionswerken, um betroffenen Gemeinden zu helfen“. In Uganda, bemerkt Pfarrer Kaweesa „hat sich die Pandemie negativ auf den Lebensunterhalt eines großen Teils der Bevölkerung ausgewirkt: Viele leben mit nur einer Mahlzeit pro Tag und ohne Geld, um andere wichtige Güter und Medikamente zu kaufen.“
Die ugandische katholische Gemeinde hat viele Initiativen für den Weltmissionssonntag 2020 vorbereitet. „Wir haben, eine Reihe von TV-Sendungen zum Weltmissionssonntag und zur Mission der Kirche in unserem ugandischen katholischen Fernsehen (UC TV) geplant“, so Pfarrer Pontian. „Wir werden auch eine Live-Sendung auf Radio Maria senden, um über den Weltmissionssonntag in der aktuellen Situation der Corona-Pandemie zu sprechen. Um den Beitrag zum Universalen Solidaritätsfonds zu fördern“, so der Priester weiter, „haben wir die Bischöfe gebeten, die Einrichtung eine spezielles Bankkonto einrichten zu dürfen, auf dem die Gläubigen zusätzlich zum traditionellen System der Spendensammlung, Geld einzahlen können. Wir haben an alle Bischöfe und Diözesandirektoren der Päpstlichen Missionswerke geschrieben, damit sie die Gläubigen ihrer jeweiligen Diözesen auffordern , für die Mission der Kirche zu beten und vor dem Weltmissionssonntag in ihren Familien und Gemeinden eine Novene durchzuführen. Schließlich haben wir zwei digitale Poster mit dem zentralen Thema des Weltmissionssonntags 2020 "Hier bin ich, sende mich" (Is 6, 8) erstellt, die auf den wichtigsten digitalen Plattformen geteilt werden können“. „Jetzt“, so Pfarrer Kaweesa abschließend, „ist es Zeit, die Gaben der Frohen Botschaft und unseren Glauben als Schätze zu teilen. Jedes Geschenk wird besser, wenn es mit anderen geteilt wird.“
(ES) (Fides 29/9/2020)


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