AMERIKA/ECUADOR - Korruptionsverdacht: Bischöfe fordern Rücktritt des Gesundheitsministers

Dienstag, 14 Juli 2020 menschenrechte   politik     gesundheitswesen  

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Quito (Agenzia Fides) – Insgesamt zehn ecuadorianische Bischöfe wandten sich in einem gemeinsamen öffentlichen Brief an Präsident Lenín Moreno und forderten den Rücktritt des Gesundheitsministers Juan Carlos Zevallos und die Genehmigung der Verwendung von Chlordioxid zur Behandlung von Coronapatienten. Bei den Unterzeichnern handelt es sich um die Bischöfe von Puyo, Loja, Ambato, Sucumbíos, Latacunga, Méndez, Aguarico, Napo, Galapagos und Santo Domingo de los Tsáchilas. Die Bischöfe bitten Moreno auch um die Entlassung aller Beamten, die sich als "korrupt und ineffizient" erwiesen haben, darunter eben auch der Gesundheitsminister.
Sie seien empört über die Nachrichten von Fällen der Bestechung in Bezug auf mögliche Unregelmäßigkeiten bei der Ausstellung von Dokumenten für Menschen mit Behinderungen oder angebliche Prämie beim Kauf von Ausrüstung für Pflegeheime.
In Bezug auf die Verwendung von Chlordioxid bekräftigen die Bischöfe, dass es sich ihres Wissens um eine alternatives Medikament handelt, von dem in Vorversuchen gezeigt wurde, dass es Covid-19-Patienten heilen kann. "Mehrmals wurden Anfragen an das Gesundheitsministerium gesendet, aber die Antworten in dieser Angelegenheit waren stets negativ", bedauern die Bischöfe in ihrem gemeinsamen Schreiben.
(CE) (Fides 14/7/2020)


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