AMERIKA/URUGUAY - Bischöfe fordern Gesetze zur Vorbeugung gegen Sterbehilfe und begleiteten Selbstmord

Freitag, 26 Juni 2020 menschenrechte     bischofskonferenzen  

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Montevideo (Fides) - “Wir brauchen ein Uruguay, das jeden Menschen während seiner gesamten irdoischen Existenz, einschließlich der letzten Phase seines Lebens, durch die grundlegende Hilfe der Familie, Palliativmedizin und authentischen religiösen Erfahrung aufnimmt, schützt, fördert und begleitet", so die Bischöfe von Uruguay in ihrer "Erklärung über Sterbehilfe und medizinisch begleiteten Selbstmord".
„Es ist ethisch nicht vertretbar”, so die Bischöfe „den Tod einer kranken Person herbeizuführen, auch nicht um Schmerzen und Leiden zu vermeiden, selbst wenn dies auf ausdrücklichen Wunsch geschieht. Weder der Patient noch das medizinische Fachpersonal oder Familienmitglieder haben die Befugnis, über den Tod einer Person zu entscheiden oder diesen zu verursachen ... bei dieser Handlung geht es um eine Art von Mord, der im klinischen Kontext durchgeführt wird”. Das Dokument betont auch, dass es nicht ethisch sei, wenn es zu “zum Einsatz therapeutischer Mittel kommen, die das Leben des Patienten um jeden Preis verlängern, in dem Wissen, dass es für den Patienten selbst keine Vorteile gibt."
"Unsere Gesellschaft muss Gesetze unterstützten, die jede Art von Sterbehilfe und assistiertem Selbstmord verhindern und entmutigen", fordert die Bischofskonferenz und bezeichnet ein Gesetz zugunsten von Sterbehilfe und medizinisch assistiertem Selbstmord “gegen den absoluten Wert des menschliches Leben und dessen Charakter als unveräußerliches grundlegendes Menschenrecht und damit gegen die Verfassung und die Menschenrechte verstößt“. "Es öffnet sich eine Tür zu einer Kette von Verstößen gegen die Würde des Menschen, wenn Sterbehilfe legalisiert und Selbstmord zu unterstützt wird“. Begriffe wie "unerträgliches Leiden" und “Selbstbestimmung" und "würdiger Tod" seien missverständlich, so die Bischöfe, die daran erinnern, dass die Erfahrung in anderen Ländern zeige, dass dies zu Missbräuch führe.
Die Bischöfe beten abschließend zu Gott, damit er "die Volksvertreter bei einer Gesetzgebung im Lichte der Würde der Person und der Menschenrechte erleuchte" und "das Gesundheitspersonal und christliche Gemeinden und Familien leite und zu stärke, damit sie den bedingungslosen Wert des Menschen am dem Ende des Lebens respektieren und diese pflegen".
(SL) (Fides 26/6/2020)


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