AFRIKA/SÜDSUDAN - Keine Versorgung während der Corona-Pandemie: Patienten müssen Malariamedikamente bei Privatkliniken kaufen

Dienstag, 9 Juni 2020   krankheiten   solidarietät   gesundheitswesen   menschenrechte  

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Maridi (Fides) – In den Bundesstaaten Mundri und Maridi, Westäquator informiert die einheimische Nichtregierungsorganisation “Mvolo United and Sport Association” (MUYSA) die Menschen von Tür zu Tür über die Gefahren der Covid-19-Pandemie und verteilt Hygienematerial auf Märkten, in Kirchen und Gemeinden und an anderen öffentlichen Orten. Doch viele Menschen konnten aufgrund des begrenzten zur Verfügung stehenden Budgets nicht angemessen versorgt werden.
Unterdessen bereitet in der Region Maridi jedoch insbesondere auch der Mangel an Medikamenten zur Behandlung von Malariaerkrankungen große Sorge. Die die Ärzte des größten Krankenhauses der Stadt schalgen deshalb auch über den lokalen Radiosender “Radio Tamazuj” Alarm. „Die Medikamente, die die Regierung über den Health Pooled Fund zur Verfügung stellt, sind aufgebraucht. Wir haben die letzte Lieferung im Februar erhalten ", erklärte Dr. Mazzin Adil Severino, medizinischer Direktor des Krankenhauses in Maridi. Nach Angaben des Arztes diagnostiziert das Krankenhaus wöchentlich etwa tausend Fälle von Malaria, und die Patienten müssen gebeten, Medikamente in Privatkliniken zu kaufen.
"Wir haben den Health Pooled Fund gebeten, dass er die Medikamente pünktlich liefern soll, aber bisher haben wir keine positive Antwort erhalten", schloss Adil.
Im Südsundan wurden bisher 1.604 Fälle von Coronainfektionen registriert, von denen 15 genesen sind. Insgesamt 19 Menschen starben im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung.
(AP) (Fides 9/6/2020)


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