ASIEN/PAKISTAN - Corona-Pandemie: Kapuzinermönche beten für Italien und alle besonders betroffenen Länder

Dienstag, 31 März 2020   gebet  

Lahore (Fides) - "Wir sind zutiefst besorgt und solidarisch mit Italien aufgrund der schrecklichen Situation durch die Verbreitung des Coronavirus. Wir sprechen allen Familien, die in den letzten Tagen ihre Angehörigen verloren haben, unser tief empfundenes Beileid aus. Wir beten für alle Patienten die noch in Italien, Pakistan und auf der ganzen Welt in Krankenhäusern und Kliniken, behandelt werden. Wir beten für Ärzte, medizinisches und paramedizinisches Personal: Der allmächtige Gott wird sie schützen und ihnen Weisheit und Glauben schenken, damit sie weiterhin den vielen kranken Menschen helfen können", so Pater Francis Nadeem OFM Cap, der für die Kusotidia "Mariam Siddeeqa" der Kapuzinermönche in Pakistan veantwortlich ist. In Pakitan gibt es derzeit über 1600 Corona-Infizierte (mit über 20 Todesfällen) und die Regierung hat verhängte nach dem Vorbild Chinas und Italiens, eine "totale Blockade" um die Ausbreitung des Virus einzudeämmen.
 Umterdessen wurden in Pakistan auch alle religiösen Aktivitäten ausgesetzt, während die Kapuzinergemeinschaft in den letzten Tagen zu einem besonderen Gebet für Italien einluden: "Unsere Gebete”, so Pater Nadeem, “gelten allen betroffenen Bürgern in Italien und den Priestern und Ordensleuten, die den Glaubens pflegen und das Wort Gottes predigen und den Armen Solidarität und Hilfe anbietet. Möge der allmächtige Gott alle Gläubigen der Welt vor diesem schrecklichen Virus schützen".
Das besondere Gebet der Ordensgemeinschaft von "Mariam Siddeeqa", wurde von deren Kustos, P. Francis Nadeem persönlich eleitet und fand im Franziskanerkloster im Bezirk Kot Lakhpat in Lahore statt. Besondere Gebete wurden für Italien und andere Länder gesprochen, darunter der Iran, Spanien, Belgien, die Vereinigten Staaten, das Vereinigte Königreich und China, in denen die Zahl der Verstorbenen und Infizierten besonders hoch ist.
 Inbesondere gedachten die Kapuzinermönchen den beiden Mitbrüdern, die an den Folgen von Covid-19 starben: in Italien verstarb Fra Giampiero Vignandel aus der Ordensprovinz Venedig, der in Trient starb, wo er in einer örtlichen Kantine für die Arme tätig war; in Madrid verstarb Bruder Luis Gabriel Carillo aus Ecuador, der sich zum Studium in Spanien aufhielt. Der Kustos appelliert an die christlichen Familien in Pakistan, mit der Bitte "weiterhin zu Hause zu beten", und versichert, dass "wir solche Gebete bis zum Ende der Pandemie fortsetzen werden".
Pater Francis Nadeem, der auch Exekutivsekretär der bischöflichen Kommission für Ökumene und interreligiösen Dialog ist, ist auch verantwortlich für die Herausgabe einer Informationsbroschüre über das Coronavirus, die über verschiedenen Kanäle an alle Gemeinden und Ordensgemeinschaften verteilt wurde. Die Kommission fordert die Gläubigen aller Religionen auf, täglich in Privathäusern, Moscheen und Kirchen für die Überwindung der Corona-Pandemie zu beten. Man wolle auch in dieser schwierigen Zeit „einen Beitrag zum Gemeinwohl leisten“, so der Ordensmann abschließend.
(PA) (Fides 31/3/2020)


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