VATIKAN - Papst Franziskus schließt sich dem Appell des UN-Generalsekretärs an und ruft zu weltweitem Waffenstillstand auf

Montag, 30 März 2020 papst franziskus     kriege   uno  

Rom (Fides) – In seiner Ansprache zum Angelus-Gebet, das er auch am Sonntag, dem 29. März, in der Bibliothek des Vatikanischen Apostolischen Palastes betete schließt sich Papst Fraziskus dem in den vergangenen vom Generalsekretär der Vereinten Nationen, António Guterres, auf den Weg gebrachten Appell zur weltweiten Beendigung der Konflikte und Schaffung von Korridoren für humanitäre Hilfe an. „Möge uns unser gemeinsamer Kampf gegen die Pandemie erkennen lassen, wie notwendig es ist, unsere geschwisterlichen Bande als Mitglieder der einen Menschheitsfamilie zu stärken! Und möge er die Verantwortlichen der Nationen und die anderen beteiligten Parteien zu einem erneuerten Einsatz für die Überwindung der Rivalitäten anregen“, so Papst Franziskus wörtlich. Konflikte würden „nicht durch Kriege gelöst“, mahnte der Papst. „Gegensätze und Kontraste müssen durch Dialog und die konstruktive Suche nach dem Frieden ausgeräumt werden.“
Pater Qaisar Feroz OFM cap, Direktor des Kommunikationsbüros der Bischofskonferenz von Pakistan, ist der Aufrunf von Papst Franziskus eine "mitfühlende Antwort" auf den gegenwärtigen Moment der Coronavirus-Pandemie, die seiner Ansicht nach auch "alle politischen Kriege auslöschen" sollte. “Dies ist eine Zeit, um die Menschheit zu retten”, so der Ordensmann, “und ich hoffe, dass alle Konfliktparteien, einschließlich aller islamistischen Gruppen, die Forderung der Vereinten Nationen nach einem globalen Waffenstillstand auch in Pakistan respektieren und unterstützen, indem sie die notwendigen Maßnahmen der pakistanische Regierung befolgen, insbesondere unter Berücksichtigung der Tatsache, dass über 25% der Bevölkerung unter Armut leben”.
 Auch der Jesuit Cedric Prakash vom "Prashant"-Zentrum in Ahmedabad (Indien) hofft, dass der von Papst Franziskus ausgesprochene Appell von Verantwortungsträgern in aller Welt und auch von den "Kriegsherreh und denjenigen, die die Rüstungsindustrie kontrollieren", nicht ignoriert werden wird. Der von Papst Franziskus geforderte Waffenstillstand so Pater Cedric Prakash gegenüber Fides, sei "das Klügste, was man in diesem Moment tun kann", wenn es um die Bewältigung der Covid 19-Pandemie geht.
 Nach dem von António Guterres an die verschiedenen Kriegsszenarien auf der ganzen Welt berichteten Appell erklärten in Syrien die Syrian Democratic Forces (SDF), dass man bereit sei, alle Militäraktion im Nordosten des Landes auszusetzen. Im von fünf Kriegsjahren zerstörten Jemen hat der UN-Gesandte Martin Griffith sowohl von den Houthi-Rebellen als auch von den Regierungstruppen "positive Antworten" auf die Forderung nach einem "humanitären Waffenstillstand" erhalten, damit eine besseren Bekämpfung der Gefahr der Pandemie ermöglicht werden kann. In Afrika haben die Anführer einer der größten separatistischen Milizen in Kamerun (SOCADEF) ihre Bereitschaft zu einem zweiwöchigen Waffenstillstand vom 29. März bis 12. April bekundet, um Initiativen zur Vorbeugung gegen die Pandemie zu fördern . Ein Festhalten an dem Aufruf des UN-Generalsekretärs Guterres bestätigten auch die Kommunistischen Partei der Philippinen und die der Regierung in Manila.
 (Fides 30/3/2020)


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