ASIEN/KIRGISISTAN - Caritas engagiert sich für Wohlfahrt und Bildung

Dienstag, 25 Juni 2019 solidarietät   entwicklung   menschliche entwicklung   caritas     dialog   menschenrechte   armut  


Jalalabad (Fides) „Die von Caritas Kirgisistan durchgeführten Projekte sind vielfältig und widmen sich den beiden großen Bereichen Wohltätigkeit und Bildung. Jedes Jahr finden zum Beispiel Sommer-Rehabilitationscamps für Kinder mit einer Behinderung und ihre Eltern mit europäischen Ärzten und Freiwilligen statt, die den Teilnehmern dabei helfen, neue Kenntnisse über die Erziehung eines Kindes mit besonderen Bedürfnissen zu erlangen. Wir haben Geflügelfarmen und Labors für ehemalige Alkohol- und Drogenabhängige, in denen man sich berufliche Fähigkeiten aneignen kann. Seit 2015 führen wir in Südkirgisistan ein Astronomieprojekt mit etwa 30 Lehrern und mehr als 300 jungen Astronomie-Interessierten durch, die 100 besten Schüler können jedes Jahr an einem Camp am Issyk-Kul-See teilnehmen, wo sie den Himmel beobachten und mit Hilfe von Astronomen und polnischen Freiwilligen erkunden können", so Sher Abdugapirov, stellvertretender Direktor der Caritas-Zentrale in Dschalalabad, zu den Aktivitäten des katholischen Hilfswerks der Bischöfe in Kirgisistan.
Das besondere Augenmerk für Bildung, so Abdugapirov, konzentriere sich besonders auf junge Menschen aus armen Familien und Dörfen in den ländlcihen Regionen Chui und Jalal-Abad im Norden und Süden des Landes: "Das Hauptziel dieses Projekts ist es, jungen Menschen aus armen Verhältnissen die Möglichkeit zu geben, sich an einer Universität einzuschreiben, wobei der Schwerpunkt auf der ganzheitlichen Ausbildung dieser jungen Menschen liegt. Wir sorgen dafür, dass sie Lehrer, Bücher und alles notwendige Material haben. In den letzten zwei Jahren haben wir 150 jungen Menschen geholfen, sich an der Universität einzuschreiben."
Die Caritas-Projekte können auf die finanzielle Unterstützung einiger Partnerorganisationen, darunter das Roten Kreuz, der Caritasverband Deutschland, der Caritasverband Japan und Secours Catholique sowie auf die praktische Unterstützung lokaler freiwilliger Helfer zählen: "Dies sind hauptsächlich junge Menschen aus unseren Gemeinden, auch wenn die Anzahl der Menschen nicht groß ist, ist sie immer ausreichend. Während unserer Sommercamps kommen Freiwillige aus Europa hinzu. Wir sind bereit, jeden willkommen zu heißen, der sich uns bei dieser Solidaritätsarbeit anschließen möchte", betont Abdugapirov, der daran erinnert, dass karitative Arbeit auch eine Gelegenheit für den interreligiösen Dialog darstellt. "Katholiken sind in Kirgisistan eine absolute Minderheit, nur etwa 1000 Menschen. Daher wäre es praktisch unmöglich, etwas zu tun, ohne mit Vertretern anderer Religionen zusammenzuarbeiten. Wir haben ausgezeichnete Beziehungen zu allen anderen Gläubigen, Muslimen, Orthodoxen und Protestanten. Vertreter all dieser Religionen beteiligen sich aktiv an all unseren Projekten. Wir erhalten auch Hilfe vom Staatlichen Ausschuss für religiöse Angelegenheiten", schließt er.
Die seit 2011 als Nichtregierungsorganisation tätige Caritas Kirgisistan, wurden nach einem langen Prozess für den offiziellen Beitritt Anfang 2019 offiziell in das Netzwerk von Caritas Internationalis aufgenommen.
(LF) (Fides 25/6/2019)


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