ASIEN/HEILIGES LAND - Missbrauchsbekämpfung: Lateinisches Patriarchat stellt “Rahmenabkommen” für Schulen vor

Donnerstag, 23 Mai 2019 mittlerer osten   schule   bildungswesen   minderjährige   sexueller missbrauch     diskriminierung  

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Ramallah (Fides) – Pater Iyad Twal, Leiter des Büros der kirchlichen Schulen des Patriarchats in Palästina und Israel, legte am Mittwoch, den 22. Mai, eine Rahmenvereinbarung über Kinderschutzmaßnahmen in Schulen vor, die dem Patriarchat angehören. Das Abkommen, dass im „Ahliya College“ in Ramallah präsentiert wurde, wurde in Zusammenarbeit und mit dem Beitrag des 1950 in den USA gegründeten christlichen Hilfswerks „World Vision International“ erarbeitet.
In den letzten zwei Jahren hatte „World Vision“ bereits mehrere Treffen und Schulungen zu Kinderschutzmaßnahmen für Schulleiter, Sozialarbeiter und Eltern veranstaltet. Solche Veranstaltungen solle es auch in naher Zukunft geben, damit die Protokolle zum Jugendschutz in den Schulen des Patriarchats zu Beginn des nächsten Schuljahres auf organische Weise umgesetzt werden können.
Im Rahmen der Präsentation dankte Pater Iyad für diese Initiative, dank derer die Schulen des Lateinischen Patriarchats von Jerusalem das erste Schulnetz in der Region sein werden, das in der Lage ist, sich mit einem organischen Maßnahmenkodex zur Vorbeugung und Bekämpfung der Phänomene des Kindesmissbrauchs ausstattet.
Das Protokoll soll sicherstellen, dass die Schulen des Patriarchats ein sicherer und einladender Ort bleiben, an dem Schüler aller Altersstufen heranwachsen und vor allen Formen von Missbrauch und Diskriminierung geschützt werden können. Die Initiative zielt darauf ab, das Bewusstsein von Eltern und Familien zu schärfen und sie in die gemeinsame Verpflichtung einzubeziehen, Minderjährige vor Gewalt zu schützen.
(GV) (Fides 23/5/2019)


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