AMERIKA/MEXIKO - Bischofstreffen in Reynosa aus Sicherheitsgründen abgesagt

Freitag, 12 Mai 2017 gewalt   laien   drogenhandel  

Tampico (Fides) – Da in vielen Teilen der mexikanischen Region die notwendigen Sicherheitsbedingungen nicht gegeben sind, wurde ein in der Stadt Reynosa abgesagt.
Auch Bischof José Luis Dibildox Martínez von Tampico sollte an dem Treffen teilnehmen und betonte bei einer Pressekonferenz zur jüngsten Entwicklung: “Wir müssen sehr vorsichtig sein, denn die Sicherheitsbedingungen sind in unserer Region nicht gegeben. Dies ist ein großes Problem, das noch nicht gelöst wurde, doch ich hoffe, dass die Behörden und die mexikanische Regierung sich dafür einsetzen, dass die Ruhe und der Frieden zurückkehren, die wir uns alle wünschen ".
In diesem Zusammenhang bat Dibildox Martínez auch um Solidarität mit der am 10. Mai ermordeten Aktivistin Miriam Rodríguez und deren Familie. Die vermisste Tochter von Miriam Rodríguez wurde in einem Massengrab bei San Fernando tot aufgefunden. Seither engagierte sie sich in führender Position in der Organisation "Comunidad Ciudadana", die nach weiteren Vermissten sucht und die Mörder anprangert. Wie wurde von Mitgliedern einer kriminellen Bande in ihrer Wohnung ermordet. Verschiedene Organisationen, darunter auch das Büro des Menschenrechtshochkommissariats der Vereinten Nationen, baten die Behörden um rasche Ermittlungen im Zusammenhang mit dem Mord, damit die Täter bestraft werden und die Sicherheit anderer Aktivisten garantiert werden kann.
"Wir müssen uns gemeinsam darum bemühen, dass wir diesen Menschen beistehen können”, so Bischof Dibildox Martínez abschließend, “damit sie diese Situation bewältigen und Gerechtigkeit fordern können. Denn wir alle Wünschen uns Gerechtigkeit anstelle von Straffreiheit. Solche Dinge sollten sich nicht wiederholen".
(CE) (Fides, 12/05/2017)


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